Mit der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) erreicht auch die Cyberkriminalität eine neue Dimension. Was früher erheblichen technischen Aufwand und personelle Ressourcen erforderte, lässt sich heute mithilfe intelligenter Algorithmen automatisieren, skalieren und gezielt optimieren. Angriffe werden personalisierter, dynamischer und deutlich schwerer zu erkennen. Unternehmen sehen sich damit einer neuen Qualität digitaler Bedrohungen gegenüber, die klassische Sicherheitsmechanismen zunehmend an ihre Grenzen bringt.
Gefragt ist daher ein ganzheitlicher Sicherheitsansatz, der Prävention, kontinuierliches Monitoring, klare organisatorische Prozesse und den strategischen Einsatz moderner Technologien verbindet. RIEDEL Networks, Anbieter maßgeschneiderter IT-Security- und Netzwerkdienstleistungen, zeigt auf, wie KI das Cyberrisiko erhöht und welche sechs zentralen Maßnahmen Unternehmen jetzt ergreifen sollten, um ihre digitale Resilienz nachhaltig zu stärken:
1. Sicherheitsarchitektur ganzheitlich stärken
Eine leistungsfähige, mehrschichtige IT-Sicherheitsarchitektur bildet das Fundament jeder wirksamen Cyberabwehr, insbesondere angesichts KI-gestützter Angriffe. Unternehmen sollten robuste Endpunktsicherheitslösungen einsetzen, um Server, Laptops und mobile Geräte vor Malware, Ransomware und unbefugtem Zugriff zu schützen. Ebenso zentral ist ein durchdachtes Backupkonzept mit lokalen und Cloud-basierten Speicherorten, dessen Wiederherstellbarkeit regelmäßig getestet wird. Ein strukturiertes Business Continuity Management sichert geschäftskritische Prozesse im Krisenfall ab, während automatisierte Bedrohungsabwehrlösungen wie SOAR helfen, Sicherheitsvorfälle effizient zu priorisieren und zu bearbeiten. Firewalls, integrierte E-Mai-Filter, konsequentes Patch-Management sowie der Einsatz von Zwei-Faktor-Authentifizierung reduzieren Angriffsflächen zusätzlich und erhöhen die Zugangssicherheit deutlich.
2. Monitoring zum strategischen Frühwarnsystem ausbauen
Angesichts zunehmend dynamischer Bedrohungen ist Transparenz über die eigene IT-Infrastruktur entscheidend. Unternehmen sollten Netzwerke und Systeme kontinuierlich überwachen und sicherheitsrelevante Daten systematisch analysieren, um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. SIEM-Systeme bündeln Logdaten aus unterschiedlichen Quellen und ermöglichen eine Echtzeitauswertung potenzieller Bedrohungen. DDoS-Protection-Lösungen schützen kritische Systeme vor Überlastungsangriffen, während Threat Intelligence aktuelle Erkenntnisse zu Angriffsmethoden und Akteuren liefert. Regelmäßige Schwachstellenanalysen helfen, potenzielle Einfallstore frühzeitig zu identifizieren und zu schließen. So wird IT-Sicherheit vom reaktiven Krisenmanagement zum proaktiven Frühwarnsystem.
3. Externe Expertise strategisch nutzen
Gerade mittelständische Unternehmen verfügen häufig nicht über ein eigenes Security Operations Center. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie RIEDEL Networks kann daher ein entscheidender Sicherheitsfaktor sein. Managed Security Services ermöglichen professionelles 24/7-Monitoring, klar definierte Incident-Response-Prozesse und den Zugriff auf hochspezialisiertes Know-how. Externe Expertise erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit im Ernstfall und ergänzt interne Ressourcen wirkungsvoll.
4. Sicherheitskultur im Unternehmen verankern
Trotz moderner Technologien bleibt der Mensch eines der häufigsten Einfallstore für Cyberangriffe. Entsprechend wichtig ist eine kontinuierliche Sensibilisierung für aktuelle Bedrohungsszenarien. Schulungen zur Erkennung von Phishing und Social Engineering – etwa durch spezialisierte Anbieter wie SoSafe – schärfen das Risikobewusstsein im Arbeitsalltag. Realitätsnahe Angriffssimulationen helfen zudem, Reaktionsabläufe zu testen und die Einhaltung von IT-Richtlinien unter praxisnahen Bedingungen zu überprüfen. Darüber hinaus sollten Unternehmen über die Risiken KI-gestützter Angriffe und Aktivitäten im Darknet informieren, um ein umfassendes Verständnis der sich wandelnden Bedrohungslage zu fördern. Eine gelebte Sicherheitskultur macht Mitarbeitende zu einer aktiven Verteidigungslinie.
5. Standards als strategische Leitplanke nutzen
Internationale Standards wie die ISO 27001 bieten einen bewährten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch aufzubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch ohne formale Zertifizierung kann der Standard als praxisnahe Orientierung dienen, um Prozesse, Verantwortlichkeiten und Kontrollmechanismen klar zu strukturieren und nachhaltig zu verankern. Die Ausrichtung an anerkannten Normen schafft Transparenz, stärkt das Vertrauen von Kunden und Partnern und bildet die Grundlage für eine langfristig resiliente Sicherheitsstrategie.
6. KI offensiv für die Verteidigung einsetzen
Künstliche Intelligenz ist nicht nur Treiber neuer Bedrohungen, sondern zugleich ein zentraler Baustein moderner Cyberabwehr. KI-gestützte Sicherheitslösungen erfassen und analysieren Daten von Endgeräten, Cloud-Workloads, Netzwerken und E-Mail-Systemen automatisiert und in Echtzeit. Durch Automatisierung und intelligente Datenanreicherung werden Security-Teams entlastet und können sich auf die Bewertung und Eindämmung kritischer Vorfälle konzentrieren. KI erkennt Angriffsmuster und Anomalien schneller als klassische Verfahren und priorisiert Risiken risikobasiert. Der strategische Einsatz intelligenter Technologien verschafft Unternehmen damit einen entscheidenden Vorteil in einer zunehmend automatisierten Bedrohungslandschaft.
Zukunftsausblick: KI als Risiko und strategisches Instrument
„Künstliche Intelligenz senkt die Eintrittsbarrieren für Cybercrime erheblich. Die Zahl KI-gestützter Angriffe wird weiter steigen – von Deepfakes bis zu automatisiertem Voice-Phishing, das teilweise ohne menschliches Zutun abläuft“, erklärt Michael Martens, CEO bei RIEDEL Networks. „Gleichzeitig investieren auch Sicherheitsanbieter massiv in KI-basierte Abwehrmechanismen. Wir erleben ein technologisches Wettrüsten zwischen Angreifern und Verteidigern. Unternehmen müssen KI deshalb nicht nur als Risiko, sondern als strategisches Verteidigungsinstrument begreifen und aktiv in ihre Sicherheitsarchitektur integrieren.“
Die zunehmende Verfügbarkeit leistungsfähiger KI-Tools macht Cyberangriffe einfacher, schneller und skalierbarer denn je – nicht nur für organisierte Tätergruppen, sondern zunehmend auch für weniger technisch versierte Akteure. Parallel dazu entwickelt sich jedoch auch die Verteidigungsseite rasant weiter: KI-gestützte Erkennungssysteme, automatisierte Analysen und intelligente Abwehrmechanismen werden zum neuen Standard.
Da KI zudem immer stärker in Endgeräte integriert wird und Anwendungen künftig auch lokal und unabhängig von der Cloud ausgeführt werden, verändert sich die Bedrohungslage grundlegend. Für Unternehmen gilt daher: Wer KI strategisch in seine Sicherheitsarchitektur einbindet, kann dem technologischen Wettrüsten aktiv begegnen und seine digitale Resilienz nachhaltig stärken.
RIEDEL Networks ist ein in Privatbesitz befindlicher, globaler Netzwerkanbieter, der sich auf maßgeschneiderte Netzwerke konzentriert. Wir sind im Gartner Magic Quadrant für Global WAN Services als Nischenanbieter gelistet, der auf mittelständische internationale Unternehmen und den Medien- und Veranstaltungssektor spezialisiert ist. Mit unserem eigenen globalen Backbone unterstützen wir Unternehmen dabei, weltweit vernetzt zu sein. Unsere Dienstleistungen umfassen Internetverbindungen, MPLS, SD-WAN, SASE, Cloud Connect, Security und vieles mehr. Unsere Kunden stammen aus verschiedenen Branchen und schätzen Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit. RIEDEL Networks ist ein 100%iges Unternehmen der RIEDEL Communications Gruppe in Wuppertal, Deutschland, und ist vollständig im Privatbesitz von Thomas Riedel.