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Die IT-Zauberer oder warum DIY nicht die Lösung ist

Geschrieben von Michael Martens | Jan 7, 2026 10:15:00 AM

*Die IT-Zauberer

oder warum DIY nicht die Lösung ist

Der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens war ein Mann von außergewöhnlicher Gelassenheit. Diese Gelassenheit beruhte auf einem einfachen, aber bemerkenswert langlebigen Weltbild: Wenn es blinkt, funktioniert es.

Und die IT blinkte.

Der gesamte IT-Betrieb wurde von seinem Neffen betreut. Der Neffe studierte irgendetwas mit Informatik, was bedeutete, dass er regelmäßig Wörter wie „Stack“, „Layer“ und „eigentlich ganz einfach“ verwendete. Außerdem hatte er Kommilitonen. Kommilitonen waren essenziell, denn gemeinsam bildeten sie die IT-Zauberer – eine Gruppe, die sich am besten als IT-Kollektiv beschreiben ließ, angetrieben von Energydrinks, Pizza und der festen Überzeugung, dass echte Probleme immer jemand anderem gehören.

Das Netzwerk war ein Wunderwerk moderner Ingenieurskunst. Niemand wusste genau, wie es aufgebaut war, aber es hatte einen Namen. Der Name war lang und kompliziert. Allein das bewies seine Professionalität.

In der Nähe stand die Firewall. Oder davor. Oder möglicherweise darum herum. Firewalls, erklärte der Neffe, seien im Grunde mittelalterliche Stadtmauern – nur ohne Steine und mit deutlich mehr Updates. Updates waren wichtig. Updates waren kritisch. Updates wurden, in seltenen Fällen, vergessen.

Einmal.

An jenem Tag beschloss die Firewall, dass sie lange genug vernachlässigt worden war, und schwang sich metaphorisch auf wie eine zutiefst beleidigte Muschel. Dinge geschahen. Bildschirme froren ein. Ein Drucker begann ohne ersichtlichen Grund zu drucken – vermutlich aus Angst. Der Vorfall wurde später offiziell als „kurzzeitige Systemirregularität“ beschrieben, was im Wesentlichen bedeutete, dass jemand sehr lange den Reset-Knopf gedrückt hielt.

Danach funktionierte wieder alles perfekt. Das war daran zu erkennen, dass es wieder blinkte.

Der Geschäftsführer war zufrieden. Die IT-Sicherheit funktionierte mindestens zu 99 %. Und wie jeder wusste, war das verbleibende 1 % statistisch gesehen praktisch dasselbe wie 100 %.

Es gab natürlich das kleine Problem, dass kürzlich mehrere Mitarbeiter zur Konkurrenz gewechselt waren. Diese Konkurrenz investierte mehr Geld in die Entwicklung und behauptete, dank einer neuen Methode schneller zu sein – einer Methode, an deren Entstehung dieses Unternehmen, etwas unpraktisch, maßgeblich beteiligt gewesen war. Das war ärgerlich. Fast schon kosmisch ärgerlich.

Doch wie der Geschäftsführer mit der Ruhe eines Mannes feststellte, der noch nie ein Passwort mit mehr als vier Zeichen verwendet hatte: „Das hat nichts mit der IT zu tun.“

Und so blieb alles genau, wie es war. Die Firewall blinkte. Der Neffe erklärte Dinge anhand von Diagrammen. Und das Universum beschloss, vorerst nicht einzugreifen – machte sich aber vorsichtshalber eine Notiz vom Namen des Unternehmens.

Ende … nicht wirklich, bitte weiterlesen

Die C-Level-Perspektive

Die niedrigsten IT-Kosten entstehen kurz vor dem teuersten Vorfall.

Aus finanzieller Sicht wirkt ad-hoc-IT effizient, weil ihre Risiken bequem aus dem Budget ausgeklammert werden. Sie werden nicht beseitigt – nur verschoben, wo sie still Zinsen ansammeln.

Unverwaltete IT verwandelt Investitionsausgaben in Optimismus, Betriebskosten in Hoffnung und Notfallplanung in den festen Glauben, dass „es bisher ja funktioniert hat“. Rechnungslegungsstandards erkennen Hoffnung derzeit nicht als Vermögenswert an, auch wenn einige Organisationen das versuchen.

Managed Services hingegen sind konsequent unromantisch. Sie ersetzen Glauben durch Verträge, Intuition durch SLAs und nächtliche Krisenanrufe durch Rechnungen, die pünktlich eintreffen und sich erwartungsgemäß verhalten.

Für einen CFO liegt der Wert nicht in niedrigeren absoluten Kosten. Er liegt in der Eliminierung finanzieller „Jumpscares“ – jener plötzlichen, ungeplanten Ausgaben, die ohne Vorwarnung auftauchen und unbedingt vor dem Vorstand erklärt werden wollen.

Fazit: Managed Services verwandeln IT von einem spekulativen Glaubenssystem in ein kontrolliertes Finanzinstrument. Das Universum liebt zwar weiterhin das Chaos – aber mit Managed Services trifft es meistens jemand anderen.

Ende, diesmal wirklich.

*Dieser Artikel wurde unter Betrachtung aktueller Marktgeschehnisse mit Hilfe von ChatGPT erstellt. Die Prompt-Erstellung und Supervision des Artikels erfolgte durch den Autor, der hierin seine Meinung repräsentiert sieht. 

 

Über den Autor:

Michael Martens ist CEO von RIEDEL Networks und Autor zahlreicher Fachartikel, Branchenstatements und Kommentare in einschlägigen Publikationen. Mit einem klaren Blick für technologische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft ordnet er regelmäßig aktuelle Themen ein und bezieht Stellung zu zentralen Fragen der digitalen Infrastruktur.

Von Zeit zu Zeit juckt es ihn jedoch in den Fingern: Dann verlässt er die klassische Fachkommunikation und greift aktuelle Marktgeschehnisse in Form einer Glosse oder eines satirischen Kommentars auf. Mit feiner Ironie und einem Hang zur Zuspitzung nimmt er dabei branchenspezifische Trends, politische Entscheidungen und technologische Absurditäten unter die Lupe – stets mit dem Ziel, Denkanstöße zu liefern und gewohnte Perspektiven augenzwinkernd zu hinterfragen.

Für diese Ausflüge in die satirische Kommentierung greift er gelegentlich auch auf die Unterstützung von ChatGPT zurück – stets mit eigener konzeptioneller Steuerung, redaktioneller Überarbeitung und klarer inhaltlicher Verantwortung.

Seine Beiträge bewegen sich dabei bewusst an der Schnittstelle von Fachwissen und Humor – und laden dazu ein, auch komplexe Themen einmal aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten.

 

Über RIEDEL Networks

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